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Ihre Geschichte

Die Anfänge

Den ersten bedeutenden Auftritt einer deutschen Seemacht unternahmen die Städte der Hanse, ein Zusammenschluss von Handelsstädten. Sie bewaffneten ihre Handelsschiffe, rüsteten diese in Kriegszeiten zu Kriegsschiffen um und wurden wie beispielsweise Lübeck zu einer politischen und militärischen Macht in Nordeuropa. Die Hanse führte auf ihren Schiffen seit dem 12. Jahrhundert so genannte rote Flüger im Mast als Zeichen der Kaiserlichen Macht.
Der Seekrieg wurde zumeist als Kaperkrieg geführt, daneben waren Seeblockaden üblich. Angesichts ihrer Überlegenheit zur See konnte die Hanse auch an Land schnell militärische Schwerpunkte bilden, indem sie mit ihren Schiffen Soldaten in den Einsatz beförderte. Den Typus des späteren Marinesoldaten gab es zu dieser Zeit noch nicht, die Besatzungsangehörigen waren Seeleute und Soldaten zugleich, die Kapitäne zudem noch Kaufleute. Im 16. Jahrhundert verfiel die Macht der Hanse.

Deutsche Seeverbände 1945 bis 1955

Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht wurde auch die Kriegsmarine durch die Alliierten aufgelöst. Allerdings blieb ein Teil des Personals weiterhin im Einsatz, um Seeminen an den deutschen Küsten zu räumen. Dieser Deutsche Minenräumdienst (englisch: German Minesweeping Administration/GMSA) verfügte zeitweise über 27 000 Mann und 300 Fahrzeuge unter Aufsicht der westlichen Alliierten. Sie wurde 1947 in eine kleinere Organisation überführt. Auch in den nächsten Jahren räumten deutsche Seeverbände, wie der Seezoll, der Seegrenzschutz und sogenannte Alliierte Dienstgruppen, vor der deutschen Küste Minen, damit die deutschen Seehäfen wieder ungefährdet angelaufen werden konnten. Die so genannte Schnellbootgruppe Klose führte im britischen Auftrag verschiedene Spezialoperationen in der Ostsee durch.

Auch in der sowjetischen Besatzungszone gab es bereits ab 1946 Seeverbände der Deutschen Grenzpolizei, aus denen 1950 die Kasernierte Volkspolizei (See) hervorging.

Kasernierte Volkspolizei (See) und Volksmarine

Bei Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) im Januar 1956 konnte sie von der Kasernierten Volkspolizei (See) 10.000 Mann mit fast 100 Fahrzeugen in ihre Marine übernehmen, die seit dem 3. November 1960, dem Jahrestag des Kieler Massenaufstands von 1918, Volksmarine hieß. Sie verfügte über etwa 17.000 Mann (1973) und eine große Zahl kleinerer Fahrzeuge wie etwa Minensucher, Schnellboote und kleinere Landungsschiffe, jedoch nicht über U-Boote. Die Volksmarine wurde wie die NVA am 2. Oktober 1990 aufgeöst. Ein Teil ihres Personals und einige Schiffe wurden in die gesamtdeutsche Marine übernommen.




Bundesmarine

Mit dem Aufbau der Bundeswehr entstanden in der Bundesrepublik Deutschland Streitkräfte, die nicht an die Tradition vormaliger deutscher Streitkräfte anknüpften. Vielmehr waren sie als eine völlig neu aufzustellende militärische Organisation konzipiert, die allerdings auf ehemalige Soldaten der Kriegsmarine zurückgreifen musste. In den Seeverbänden ausgebildete jüngere Seeleute wurden hingegen kaum übernommen. Für die 1956 aufgestellte Bundesmarine als Teilstreitkraft der Bundeswehr bildeten die Seeverbände gleichwohl einen Grundstock. Sie ermöglichten es ihr, bereits am 1. April 1957 der NATO zwei einsatzfähige Minensuchgeschwader als ersten deutschen Beitrag zum Bündnis zu assignieren
Anders als alle ihre Vorgänger war die Bundesmarine in ein bestehendes Militärbündnis hinein konzipiert worden. Sie hatte einen klaren Auftrag zur Verteidigung des Territoriums der NATO-Staaten im Bereich der Ostseezugänge und zum Schutz alliierter Verstärkungstransporte in Nordsee und Nordatlantik. Ein Einsatz außerhalb dieser Gebiete war zunächst nicht vorgesehen. Gleichwohl repräsentierte sie auf Auslandsreisen die Bundesrepublik Deutschland weltweit. Die Stäke der Bundesmarine betrug etwa 38.000 Mann mit über 200 Schiffen und Booten; hinzu kamen bis zu 190 Flugzeuge.
Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde die Marine verkleinert und unter Einbeziehung von Teilen der Volksmarine umgegliedert. Seit 1995 ist Deutsche Marine die offizielle Bezeichnung für die deutschen Seestreitkräfte.