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Das neuste aus der Marine

Hier findet ihr Beiträge zu aktuellen Themen unserer Marine.
Die Beiträge sind vom Marine Block mit deren freundlicher Genehmigung.

Marine erhält die ersten neuen Lenkflugkörper RAM Block 2

Ottobrunn. Die RAM-System GmbH (RAMSYS) hat am 29. September pünktlich das erste Los von insgesamt 445 hochmodernen Lenkflugkörpern des Typs RAM Block 2 an die deutsche Marine ausgeliefert. Alle neuen Überschallflugkörper – Rolling Airframe Missile (RAM) – sollen bis 2019 an den Kunden übergeben werden und nach und nach die älteren Systeme RAM Block 0 ersetzen. Diese haben nun nach gut 20 Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Die Nachfolgesysteme werden in die Korvetten K130 sowie in die Fregatten F123 und F124 integriert.


Der neue Flugkörper RAM Block 2 für die Nächstbereichsverteidigung verfügt über einen leistungsgesteigerten Radarsuchkopf und über eine im Vergleich zu den vorangegangenen Flugkörpergenerationen nochmals erheblich gesteigerte Wendigkeit. Dazu der Hersteller: „Diese Leistungsmerkmale sichern die Schutzwirkung des RAM-Waffensystems gegen aktuelle und zukünftige konventionelle und asymmetrische Bedrohungen. Sie gewährleisten insbesondere auch den Schutz gegen im Endanflug manövrierende Hyperschall-Seezielflugkörper und Bedrohungen mit äußerst geringer Signatur.“ Das Waffensystem besteht aus dem 21-zelligen Werfer und der entsprechenden Anzahl Lenkflugkörper.

Die Leistungsfähigkeit des neuen Lenkflugkörpers RAM Block 2 konnte in intensiven Schießkampagnen während der Entwicklungsphase und zuletzt im März 2013 bei der erfolgreichen Abwehr eines simulierten Angriffs auf ein Testschiff der U.S. Navy nachgewiesen werden.

Transatlantisches Rüstungsprojekt für bislang acht Nationen

Das RAM-Waffensystem zur Schiff-Selbstverteidigung wird von der RAM-System GmbH in enger Zusammenarbeit mit den Mutterhäusern Diehl BGT Defence und MBDA Deutschland sowie mit dem US-Partner Raytheon Missile Systems entwickelt, produziert und vermarktet. Hauptproduktionsstandorte sind Schrobenhausen, Ulm und Überlingen.

„Spessart“: Einsatz am Horn von Afrika beendet

Nach 88 Tagen und 13,600 Seemeilen hat der Betriebsstofftransporter „Spessart“ (A1442) heute seinen Einsatz bei der EU geführten Operation "Atalanta" beendet. Hauptaufgabe des Versorgungsschiffs war es, die Fregatte "Bayern" sowie verbündeten Nationen im Einsatzgebiet mit Treibstoff zu versorgen. Am Montag, den 18. April 2016 hat das in Kiel beheimatete Versorgungsschiff Wilhelmshaven verlassen.
Die Besatzung der „Spessart“ wird unter dem Kommando von Kapitän Rolf-Heinrich von Bebern Ende diesen Monats in Wilhelmshaven zurückerwartet. Quelle: HNLMS „Tromp" / Niederländische Marine (05.08.2016)

Vereidigung der Offizieranwärter - Ursula von der Leyen als Ehrengast an der Marineschule Mürwik

Flensburg, 05. August 2016. Heute besuchte die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, im Rahmen Ihrer Sommerreise die Marineschule Mürwik in Flensburg. Als Ehrengast nahm sie dort an der Vereidigung der neuen Offizieranwärter der Marine teil und sprach zu den jungen Soldaten sowie den anwesenden Gästen.
Von der Leyen nahm zum ersten Mal an der Vereidigungsfeier der jungen Marine-Kadetten in Flensburg teil. Über 2.000 Gäste verfolgten die Zeremonie vor der Marineschule und lauschten den Worten der Bundesministerin. Sie verwies in ihrer Festansprache unter anderem auf die aktuellen Einsätze der Marinesoldatinnen und -soldaten im Mittelmeer, die Schleuserbanden bekämpfen und Flüchtlinge retten.
Die mehr als 250 jungen Offiziersanwärterinnen und -anwärter, die heute vereidigt wurden, werden 2017 dann voraussichtlich ihre seemännische Ausbildung an Bord des Segelschulschiffs "Gorch Fock" durchlaufen.
Bei den Offizieranwärtern, die am 4. Juli 2016 ihren Dienst begonnen haben, handelt es sich folglich um die Crew VII/2016. Sie besteht aus über 250 Soldatinnen und Soldaten. Unter ihnen befinden sich derzeit 43 Frauen und 10 ausländische Soldaten (u.a. aus Frankreich und Südkorea).

„Spieß" der Alpha-Besatzung auf der „Baden-Württemberg"


Oberstabsbootsmann Michael Meuer ist als Schiffswachtmeister der „Spieß” der ersten Besatzung Alpha der Baden-Württemberg. Meuer, ursprünglich ziviler Fahrlehrer, hat sich um Ausbildung und Unterbringung der Besatzung in Wilhelmshaven gekümmert. Auch für die PC-Ausstattung hat er gesorgt: „Mit dem Projekt F 125 bin ich seit 2014 beschäftigt", sagt Meier. „Die Stammbesatzung der hochautomatisierten F 125 ist mit 120 Mann gegenüber den älteren Fregatten nahezu halbiert worden. Auch drei Frauen haben wir an Bord", gibt er Auskunft.
Wechselmannschaften werden auf der Fregatte 125 künftig nur noch vier Monate im Einsatz sein. Eine doppelt so lange Zeit auf See war bisher keine Seltenheit. Der Besatzung bietet die Fregatte 125 auch mehr Komfort als ältere Fregatten. Als Standard teilen sich nur noch vier Mann die Kammern, die zudem größer sind und eigene Nasszellen haben.
„Von Anfang an hat die Zusammenarbeit zwischen uns als Einfahrmannschaft und der Werft bestens geklappt", betont Meurer. Auch vom Ergebnis des Projekts F 125 ist er überzeugt: „Ein schnelles und leises Kriegsschiff, das sogar einen eigenen Fitnessraum hat", sagt er zufrieden. „Weil Landgänge fehlen, müssen wir uns so fit halten. Wir sind alle als Feuerwehrleute ausgebildet und müssen als Atemschutzträger Brände bekämpfen können”. Quelle: Bundeswehr

14..07.16 - Fregatte „Baden-Württemberg" (F222) bei der Erprobungsfahrt

Fregatte „Baden-Württemberg" (F222) bei der Erprobungsfahrt im Skagerrak, gefolgt von der Fregatte „Brandenburg" (F215) am 01.07.2016. Foto: Bundeswehr/Carsten Vennemann

14.07.16 - NH90 NTH Sea Lion - Einführung und Realisierung in die Marine

Die Marine erhält ab Herbst 2019 als Ersatz für den seit 40 Jahren im Einsatz befindlichen Hubschrauber Sea King MK 41 den NH90 NTH (Naval Transport Helicopter) Sea Lion. Beschaffung und Einführung dieses Models ist eines der großen Rüstungsprojekte der Marine. Es ist besonders wichtig, ein einsatzreifes Produkt für die Marine zu erhalten, um den verzugslosen Übergang vom „alten“ zum „modernen“ Luftfahrzeug bruchfrei durchführen zu können. Nicht nur vor dem Hintergrund des SAR-Auftrags ist die Realisierung des Sea Lion und dessen Einführung in die Marine sorgfältig zu planen und proaktiv zu begleiten. Zum Artikel: http://goo.gl/XQ06QB

Ein Anblick, den es ab heute nicht mehr so geben wird-


Die Schnellboote S 73 „Hermelin", S 75 „Zobel", S 76 „Frettchen" und S 80 „Hyäne" der „Gepard"-Klasse (143 A) am vergangenen Sonntag beim Verlassen der Kieler Förde.
Die letzten vier von ursprünglich zehn Schnellbooten werden ab dem 4. Juli aus der Fahrbereitschaft der Marine genommen und Ende November sollen die 57 Meter langen und knapp acht Meter breiten Marineeinheiten dann mit einer Zeremonie feierlich außer Dienst gestellt werden.
Heute findet im Laufe des Tages noch einmal die letzte Familienfahrt der Schnellboote statt. Foto: Rolf Dunkel

Mehrzweckkampfschiffe für die Marine - Vergabe im Wettbewerb

Im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und
Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) wurden bereits alle Vorbereitungen getroffen, um das Projekt MKS 180 von der Analysephase Teil 2 in die Realisierung zu führen. Die europaweite Ausschreibung des Teilnahmewettbewerbs „Beschaffung Mehrzweckkampfschiff Klasse 180 (MKS 180)“ stellte hierbei den ersten Meilenstein dar. Für den Bau des Mehrzweckkampfschiffs sind bereits Konsortien mit deutscher Beteiligung in die engere Wahl gekommen. Noch vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr soll der lukrative Auftrag für den Bau des Mehrzweckkampfschiffs MKS 180 vergeben werden.
Ziel des Projektes MKS 180 ist es, ein optimales Produkt für die Marine im vorgegebenen Zeit-, Leistungs- und Kostenrahmen zu beschaffen. Hierzu soll das Vergabeverfahren im Jahr 2017 abgeschlossen werden, um anschließend nach der parlamentarischen Billigung einen final verhandelten Bauvertrag zu schließen und damit den Zulauf des ersten Schiffes (First of Class) bis Ende 2023 sicherzustellen. Mit der Vergabe im Wettbewerb wird sichergestellt, dass alle Forderungen der Marine umgesetzt werden können und unter Berücksichtigung der Agenda Rüstung insbesondere die Grundlagen für ein solides Projekt- und Risikomanagement für den Bau der Mehrzweckkampfschiffe gelegt worden sind. (Grafik: MKS 180 / MTG Marinetechnik)

Premiere der besonderen Art – Klein hilft Groß

Das Um- und Verladen von Gütern aller Art, egal ob in See oder im Hafen gehört zum Tagesgeschäft von Versorgungsschiffen. So auch für den Einsatzgruppenversorger „Berlin“ der nach Ende der Kieler Woche im Kieler Marinestützpunkt ein Versorgungsmanöver der besonderen Art durchführt.
Im frühen Morgenlicht zeichnet sich die Silhouette des Einsatzgruppenversorgers (EGV) „Berlin“ im Kieler Marinestützpunkt deutlich ab. Ist das größte Schiff der Marine mit seinen 174 m Länge doch dazu ausgelegt gleichzeitig eine größere Anzahl von Schiffen auf See mit z.B. Treibstoff oder Munition zu versorgen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bordkräne der „Berlin“ bewegen. Dass sich die Kräne allerdings auf der dem Hafenbecken zugewandten Seite befinden und scheinbar Palette auf Palette im Wasser zu versenken scheinen, mag dann doch verwundern. Doch bei genauerem Schauen erkennt man neben der großen grauen Marineeinheit eine kleine flache Einheit von gerade einmal 40 m Länge und 8,8 m Breite befindet, das Mehrzwecklandungsboot „Lachs“, auf das sich Palette auf Palette absenkt.
Vor der Kieler Woche 2016 bei der sich die „Berlin“ als Deutsches Flaggschiff bewährt hat, war der EGV beim Manöver BALTOPS 2016 eingebunden und hatte in seinen scheinbar unendlichen Lagerräumen noch mehrere Tonnen Munition gebunkert, die wieder an das Munitionsdepot in Laboe zurückgeführt werden sollten. Der Grund für diese Aktion ist der Größe des Versorgers geschuldet. Mit seinem Tiefgang von 7,40 m passt die „Berlin“ nicht an die Umschlagpier des Munitionsdepots.
„Da wir auch an der Kieler Woche beteiligt waren, waren wir eh vor Ort. Und, auch wenn wir die Munition in zwei Touren transportieren mussten, war es für alle Beteiligten auf diesem Wege einfacher", so der Kommandant des Mehrzwecklandungsboots „Lachs“ Hauptbootsmann Karsten Hellwig. „Auch wenn wir mit dem Erreichen von 50 Jahren, in diesem Jahr, das älteste graue Schiff der Flotte sind, gehören wir mit unseren Möglichkeiten noch lange nicht zum alten Eisen", schmunzelt der Kommandant weiter.
Gegen Mittag waren alle Paletten verladen und abtransportiert und die 18 köpfige Besatzung des „Lachs“ konnte zeigen, dass ihr Landungsboot trotz Alter und Größe durchaus eine große Hilfe sein kann. PIZ Marine

Kontingentführerwechsel bei UNIFIL

Kontingentführerwechsel bei UNIFIL: Fast zehn Jahre und kein bisschen müde

„Sie kennen den Einsatz und Sie kennen die Bedürfnisse unserer libanesischen Partner.“ Mit anerkennenden Worten fasste Oberst Peter Wenning, Leiter der Abteilung Einsatzkoordination im Einsatzführungskommando der Bundeswehr, die ablaufende Zeit von Fregattenkapitän Jochen Esser als Kontingentführer UNIFIL zusammen. Esser, bereits zum dritten Mal auf Zypern, übergab am 30. Juni das Kommando an Fregattenkapitän Axel Schrader.
Vor internationalem Publikum sowie vor den angetretenen Soldaten machte Oberst Wenning deutlich, dass der UNIFIL-Einsatz auch auf absehbare Zeit seine Bedeutung behalten werde.
Der scheidende Kommandeur dankte seinem Kontingent „für die tolle Zeit und die gemachten Erfahrungen.“ Nun werde er ins Marinekommando nach Rostock zurückkehren, bevor er ins Bundesministerium der Verteidigung nach Berlin wechselt.
Fregattenkapitän Axel Schrader, Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders in Kiel, hob in seiner Antrittsrede hervor, dass die Welt sich stark wandelt. „Es sind aber immer die Soldaten, die für den Frieden eintreten.“ Der gebürtige Braunschweiger sei stolz, mit seinen Soldaten bei UNIFIL in den nächsten Monaten „einen wichtigen Beitrag leisten zu dürfen.“
In den Zeitraum seiner Führung fällt im Herbst ein besonderes Jubiläum: Seit dann zehn Jahren beteiligt sich Deutschland an der UNIFIL Maritime Task Force mit den Schwerpunkten Seeraumüberwachung und Ausbildung der libanesischen Marine.
Derzeit ist die Korvette „Braunschweig“ Teil dieses einzigen maritimen Einsatzes unter der Führung der Vereinten Nationen. Quelle: Bundeswehr weiter...

Operation „Sophia“: Neue Einheiten - neue Aufgaben

Operation „Sophia“: Neue Einheiten - neue Aufgaben

Fregattenkapitän Torsten Eidam führt seit dem 30. Juni das 4. Deutsche Einsatzkontingent bei EUNAVFOR MED Operation „Sophia“. Ihm unterstehen etwa 160 deutsche Soldaten – an Bord der beiden deutschen Boote und im Verbandshauptquartier auf dem italienischen Flugzeugträger „Garibaldi“. Im Interview gibt er einen Ausblick auf das, was die Soldaten im zentralen Mittelmeer erwartet.

Herr Fregattenkapitän, die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag am 22. Juni ein neues Mandat für die Operation „Sophia“ vorgelegt. Was bedeuten die Änderungen, die Zustimmung des Parlaments mal vorausgesetzt, für Sie und die Soldaten des 4. Deutschen Einsatzkontingents bei EUNAVFOR MED?
Mit dem Beschluss des Rates der Europäischen Union vom 20. Juni und der Umsetzung im Mandatsentwurf wird die Operation neue Aufgaben erhalten. Die libysche Küstenwache soll durch Ausbildung unterstützt werden, insbesondere um Menschenschmuggel zu verhindern. Außerdem soll die Mission dazu beitragen, das 2011 vom UN-Sicherheitsrat verhängte Waffenembargo gegen Libyen einzuhalten damit die Situation in dem nordafrikanischen Land nicht durch den Schmuggel illegaler Waffen verschärft wird. In beiden Punkten wird ein weiterer Beschluss des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees der EU notwendig sein. Ebenso sind weitere Vorbereitungen notwendig, wie zum Beispiel die Auswahl der Schiffe für die Embargoaufgaben. Die bisherigen Aufgaben der Operation bleiben weiterhin bestehen. Wir werden auf Hoher See gegen Schleusereiverdächtige vorgehen und die gesammelten Informationen an europäische Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Wenn wir auf Menschen in Seenot treffen, gehört es zur völkerrechtlichen Verpflichtung und zum Selbstverständnis eines jeden Seefahrers, sie zu retten.

Stellen Sie im Einsatzgebiet einen Anstieg an Migrationsbewegungen fest?
Im Jahr 2014 kamen nach Angaben der „International Organization for Migration“ (IOM) etwa 170.000 Menschen über das zentrale Mittelmeer nach Europa. Im Jahr 2015 waren es – entgegen der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit – etwa zehn Prozent weniger. Seit dem Frühjahr 2015 hat jedoch die mediale Berichterstattung über die Situation im Mittelmeer zugenommen.
Problematisch sind derzeit die wellenartigen Flüchtlingsbewegungen. Wenn die Bedingungen für eine Schleusung gut sind, kommen auf einmal über 20 Boote auf das offene Meer gefahren. Diese alle einzeln aufzunehmen ist eine große Herausforderung, auch bei der Koordination. Wir können leider nicht überall gleichzeitig sein und kommen bei solch hohen Flüchtlingsbewegungen an einem einzigen Tag auch an die Grenzen dessen, was geleistet werden kann.
Der Schwerpunkt der Seenotrettungen liegt weiterhin nahe den libyschen Hoheitsgewässern. Es bleibt abzuwarten, ob die Zahlen der letzten Wochen so hoch bleiben beziehungsweise weiter steigen.

Bereits seit 2006 unterstützt die Deutsche Marine bei UNIFIL die libanesische Regierung bei der Seeraumüberwachung vor dem Libanon und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Unterbindung des Waffenschmuggels über See und zur Stabilität im Nahen Osten. Lässt sich von dort etwas auf die Operation „Sophia“ übertragen?
Die Schiffe bei UNIFIL, in diesem ersten und einzigen Marineverband unter Führung der Vereinten Nationen, haben ein engmaschiges Netz etabliert, das potenzielle Waffenschmuggler schon von vornherein abhält. Die Soldaten wirken dort wie eine Grenzkontrolle und unterstützen den Libanon erfolgreich dabei, dass keine illegalen Waffenlieferungen ins Land gelangen.
Auch vor Libyen geht es darum, das Geschehen zu erfassen, um ein möglichst vollständiges Lagebild von der Situation auf See zu erhalten. Durch die Seeraumüberwachung können wir den regulären vom irregulären Schiffsverkehr unterscheiden und so verdächtige Schiffe finden, die nicht ins Muster passen. Die Kontrolle von Schiffen reicht dabei von der Abfrage, über Beobachtungen und Eskortierungen, bis zu Überprüfungen an Bord. Allein die planmäßige und sichtbare Überwachung eines Embargos durch Marineschiffe hat bereits abschreckende Wirkung. Ein qualitativer Unterschied zu UNIFIL wird sein, dass bei „Sophia“ zukünftig Boardingteams auf diesen verdächtigen Schiffen eingesetzt werden sollen. Bei UNIFIL werden diese umgeleitet und von den libanesischen Streitkräften im Hafen durchsucht.

Die „Werra“ und die „Datteln“ haben gestern den Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ bei „Sophia“ abgelöst. Die „Karlsruhe“ hatte das Einsatzgebiet bereits vor zwei Wochen verlassen und ist mittlerweile das Flaggschiff der NATO-Aktivität in der Ägäis. Die Deutsche Marine kann sich derzeit vor Aufträgen kaum retten, oder?
Wir sind gefragt wie nie und stellen dadurch überdurchschnittlich viel Personal für die Einsätze der Bundeswehr insgesamt. Die Marine stellt von den etwa 3.500 Soldaten, die derzeit im Auslandseinsatz sind, aktuell fast ein Drittel. Sie ist aber mit etwa 16.000 Soldaten gleichzeitig die kleinste der Teilstreitkräfte der Bundeswehr. An diesen Zahlen zeigt sich, welchen Beitrag wir gerade für die Auslandseinsätze leisten. Quelle: Bundeswehr

Jubiläum: Zehn Jahre Einsatzflottille 1

Jubiläum: Zehn Jahre Einsatzflottille 1

Vor zehn Jahren wurde im Marinestützpunkt Kiel die Einsatzflottille 1 in Dienst gestellt. Den Jahrestag begingen die Angehörigen der Flottille mit einem Familien-Sommerfest.
Mit einer großen Reorganisation stellte die Deutsche Marine am 29. Juni 2006 die Einsatzflottille 1 (EF1) auf. In ihr wurden unter anderem die vorigen Schnellboot-, Uboot- und Minenräumflottillen zusammengefasst. Anstatt den zehnten Jahrestag ihrer Gründung aber mit einer großen Musterung und Festreden zu verbinden, entschied sich die Flottille für einen wesentlich gemütlicheren Rahmen für eine Feier: ein Sommer-Familienfest auf dem Sportplatz des Marinestützpunkts Kiel. Allein der Stellvertretende Kommandeur und Chef des Stabes, Kapitän zur See Stephan Haisch, sprach begrüßende Worte an die versammelten großen und kleinen 200 Gäste.
Der Kommandeur selbst, Flottillenadmiral Jan C. Kaack, war leider nicht zugegen – er befindet sich derzeit als Force Commander der EU-Operation Atalanta im Einsatz. Haisch verwies dafür auf den Tagesbefehl seines Vorgesetzten: Die Gründung der EF1 hatte Kaack in seinem Gruß-Fernschreiben einen „"innovativen und richtigen Schritt" genannt, denn „Einsätze sind seitdem unser täglich Brot“. Er kabelte weiter: „Zum ‚Geburtstag‘ wünsche ich Ihnen aus dem Indischen Ozean alles erdenklich Gute, Glück, Zufriedenheit, Gottes Segen sowie allzeit fair winds and following seas."
Ebenso bezog Haisch sich auf den Tagesbefehl des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, zum diesem feierlichen Anlass (Nachzulesen auf Marine.de) und meinte: „"Es steht mir gut zu Gesicht, wenn ich das weder ergänze noch wiederhole. Es ist alles gesagt beziehungsweise geschrieben."“ Er wolle lieber eine Rückschau auf die letzten zehn Jahre geben, über die es sehr viel zu erzählen gebe.
„Nee, mach‘ ich nicht“, änderte er aber nach kurzer Kunstpause seine Absicht. Statt eines historischen Vortrags beschränkte er sich darauf, neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stabes individuell zu loben, die von Anbeginn dabei waren. Fünf Soldaten und vier zivile Mitarbeiter, die diese zehn Jahre der EF1 „gelebt“ hätten. Er betonte ausdrücklich, dass diese nicht „Zeitzeugen", sondern „unsere Frauen und Männer der ersten Stunde" seien.
Nicht ohne einen Tropfen Wehmut erinnerte Haisch allerdings daran, dass die EF1 am Tag ihrer Aufstellung aus acht Geschwadern und Verbänden mit insgesamt 76 Einheiten und rund 4.000 Soldaten bestand. Heute ist die Zahl der Verbände und insbesondere der Einheiten auf 46 Boote deutlich geschrumpft, wobei allerdings die Personalstärke in etwa gleich geblieben ist. Zum Familienfest hatte das Seebataillon, das auch zur EF1 gehört, zwei gepanzerte Einsatzfahrzeuge „Eagle“ zum Besichtigen und Anfassen auf den Platz im Marinehafen gefahren; ein Hubschrauber BO105 der Heeresflieger, Freunde quasi aus einem erweiterten Bundeswehr-Kreis, war ebenfalls gelandet. Für das leibliche Wohl der Gäste war mit Grillstand und Getränkebar gesorgt, und für die Kinder gab es eine Hüpfburg, eine Torwand für die kleinen Fußballcracks und viele andere Spiele. Quelle: PIZ Marine

Sand schippen für den guten Zweck


Soldaten der Unterstützungskompanie des Seebataillons haben im Norden Kiels den Sand in drei Sandkisten ausgetauscht. Dabei mussten die Eckernförder Marinesoldaten insgesamt 14 Kubikmeter bewegen. Die Leiterin des evangelischen Emmaus-Kindergartens hatte um Hilfe gebeten. Ehrensache für die Eckernförder, die sofort mit Freiwilligen anrückten: Ein Jahr zuvor hatten auch Kinder des Kindergartens das Seebataillon spontan bei der Pflege von Kriegsgräbern tatkräftig unterstützt. ;-) Heute gab es überall strahlende Gesichter; die Kindergarten-Kinder dürfen nach dem Sandaustausch ihre geliebten Sandkisten gleich wieder in Besitz nehmen. Foto: Bundeswehr/Junge

Der Tender Donau (A516) kehrt vom Einsatz zurück

Der Tender Donau (A516) kehrte am vergangenen Sonntag, den 26.06.2016, nach sechs Monaten Einsatz als Flaggschiff der Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG1), in seinen Heimathafen Rostock zurück. Auf der Fahrt von Kiel nach Rostock wurde das Schiff vom Tender Elbe (A511) begleitet. Die letzten vier Schnellboote der Marine begleiteten ebenfalls die beiden Tender von Kiel nach Rostock. Für die Schnellboote Hermelin , Zobel , Frettchen und Hyäne war es die letzte Geschwaderfahrt, sie werden im nächsten Monat aus der Fahrbereitschaft genommen. In Rostock wurden die Marinesoldaten von Angehörigen freudig begrüßt. weiter...

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Rückkehr Tender "Donau"

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